Weg der Geschichte Bornheims

Kunst und Kultur - Denkmäler und Kunst in Bornheim
Wer heute nach Bornheim kommt, wird an jedem Ortseingang von einem Kunstwerk empfangen. Sei es der von Künstler Roland Mewes geschaffene Rühmer in der Dammgasse, das von Karl-Heinz Zwick gestaltete Storchennest aus Richtung Dammheim oder das ebenfalls von Herrn Zwick erbaute Himmels-Tor-Haus an der Einmündung von der B 272 nach Bornheim.
Diese Freude an der Kunst setzt sich auf dem Weg durch Bornheim fort und lässt sich an vielen Stellen im Dorf bewundern. Da wäre unterhalb des Storchennests das gestaltete Dorfwappen aus Sandstein oder die künstlerisch gestalteten Straßenleuchten von Künstler Roland Mewes. Diese zeigen durch individuelle Motive an, welches Handwerk oder Beruf an dieser Stelle ausgeübt wurde.
In der Mitte des Ortes liegt der von Gernot Rumpf geschaffene Saubrunnen, eine außergewöhnlich heitere und detailreiche Brunnenanlage, welche mittlerweile weit über die Grenzen Bornheims bekannt ist. Ein paar Schritte weiter trifft man auf das Wachthäusel, was an sich ein kulturelles Erbe darstellt. Bewacht wird es von einem eisernen „Wachtmann“, der an den früheren Bornheimer Nachtwächter erinnern soll.
An der nächsten Ecke der Hauptstraße steht das Gasthaus Lehrer Lämpel mit dem Max-und Moritz-Platz und dem Lehrer-Lämpel-Brunnen. Dieses ehemalige Schulgebäude wurde hervorragend renoviert und zur Gaststätte umgebaut. Die Figuren aus Bronze wurden ebenfalls von Gernot Rumpf nach einer Geschichte von Wilhelm Busch gestaltet.
Wenn wir nun weitergehen, kommen wir an der Einfriedung des Kindergartens vorbei. An der Mauer sind von der Künstlerin Petra Goldmann geschaffene Keramik-Mosaiken angebracht. Diese zeigen Tiere, die es früher im Dorf zahlreich gab.
Direkt im Anschluss grüßt der von Künstler Daniel Moriz Lehr aus Sandstein gehauene Harlekin seinen Hund. Dazu gibt es eine interessante Geschichte in unserer Dorfchronik.
An der Ecke Wiesenstraße in die Hauptstraße sehen wir den vom Künstlerpaar Helga Sauvageot und Wieslaw Pietron geschaffenen Hirtenplatz. Dieser in Lebensgröße ausgeführte Bronzeguss zeigt drei Ziegen und ihren Hirten und erinnert damit an die früher zahlreich in Bornheim gehaltenen Ziegen, welche an diesem Platz vorbei zu den Wiesen geführt wurden.
Wer genau hinschaut, kann an den Laternen, von der Dammgasse aus bis zum 2006 gebauten Storchenzentrum, kleine Störche entdecken, welche auf kleinen Schildern die Entfernung zum Storchenzentrum anzeigen.
Am Ende der Dammgasse, direkt vor der Sporthalle steht die Skulptur „Dynamik“ der Künstlerin Helga Sauvageot. Eine 180 kg schwere Sprinterin aus Bronze, welche dynamisch über steinerne Stelen eilt, steht für Vitalität, Energie und Lebensfreude.
Auf dem Friedhof steht das von Sauvageot/Pietron erschaffene Kreuz im Kreuz. Eine moderne Metallskulptur, die den spirituellen Mittelpunkt des Friedhofs bildet.
Das Kriegerdenkmal aus Sandstein erinnert an die 27 Bornheimer Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs.
Das jüngste Werk steht ebenfalls auf dem Bornheimer Friedhof und zeigt die Skulptur „Portal“. Dieses Kunstwerk von Pascale Feitner wurde 2024 eingeweiht und zeigt einen durchschreitbaren Torbogen in Form eines Storches als Symbol für den Neuanfang.
Kunst sollte nicht den Städten vorbehalten sein, sagte Dieter Hörner (1941-2014), Bürgermeister von Bornheim 1974 -1994 und 2004 – 2009. Er war Initiator zahlreicher Kunstprojekte im öffentlichen Raum.