Weg der Geschichte Bornheims

Leben in Bornheim - Kindheit und Jugend

Hausrebenernte bei Familie Frey. Von links Heinrich Wilhelmy, Gabi, Arno und Norbert Frey und Opa WilhelmDie Kindheit in Bornheim war über lange Zeit von einfachen Verhältnissen, engem Gemeinschaftsleben und großer Bewegungsfreiheit geprägt. Kinder wuchsen in überschaubaren Strukturen auf, in denen Nachbarschaft, Familie und Dorfleben den Alltag bestimmten. Spiel fand häufig draußen statt – auf Höfen, Straßen, Wiesen und in den umliegenden Weinbergen (Bild: Hausrebenernte bei Familie Frey. Von links Heinrich Wilhelmy, Gabi, Arno und Norbert Frey und Opa Wilhelm).

Kinder feiern Fasenacht, v.links: Hannelore und Heidi Traxel, Helga Hirth, Hermann Traxel, Marianne Müller und Christa Traxel

Feste, kirchliche Feiern und die Kerwe gehörten selbstverständlich zum Aufwachsen und banden Kinder früh in das gemeinschaftliche Leben ein (Bild: Kinder feiern Fasenacht, v.links: Hannelore und Heidi Traxel, Helga Hirth, Hermann Traxel, Marianne Müller und Christa Traxel / Bild: Schürze war Pflicht, Hannelore Sommerauer um 1952).

Schürze war Pflicht, Hannelore Sommerauer um 1952

Heute gestaltet sich der Alltag von Kindern in Bornheim anders: strukturiertes Spielen, Bildung und organisierte Bewegung stehen stärker im Vordergrund. Ein zentraler Ort frühkindlicher Förderung ist der Katholische Kindergarten St. Laurentius, der 1983 gegründet wurde und seit 2016 in vier Gruppen Räume für rund 100 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren bietet. Er bildet gemeinsam mit dem Schülerhort „Die Piraten“ ein Netzwerk frühkindlicher Betreuung und Förderung im Ortszentrum.

Für Bewegung und Begegnung stehen mehrere Spielplätze im Ortsgebiet zur Verfügung. Der Spielplatz in der Gartenstraße lädt mit Kletterturm, Rutsche, Seilbahn, Schaukeln und Sandkasten zum Spielen für Kinder bis etwa zehn Jahre ein. Ebenso bieten die Anlagen in der Birkenstraße und am Steinsteg Spiel-, Kletter- und Sandbereiche für jüngere Kinder. Neben klassischen Spielplätzen ermöglichen weitere Freiflächen freies Spiel und soziale Begegnung im Dorf.

Die frühere Sporthalle des SV Bornheim, 1931/32 in Eigenleistung gebaut

Auch der Sport hat sich gewandelt. Während in früheren Generationen Bewegung vor allem im freien Spiel und bei saisonalen Arbeiten stattfand, prägen heute organisierte Sportvereine den Alltag vieler Kinder. Besonders ausgeprägt ist die Handballförderung beim SV Bornheim 1930 e. V.: In der Handballabteilung sind mehrere weibliche Jugendmannschaften aktiv – z.Z. von Minis über E-, D- und C-Jugend bis hin zu Damenmannschaften. Sie nehmen regelmäßig an Spielrunden, Turnieren und dem mehrtägigen Storchencup teil, bei dem viele Mädchen-Teams aus der Region zu Gast sind. (Bild: Die frühere Sporthalle des SV Bornheim, 1931/32 in Eigenleistung gebaut)

Trotz veränderter Rahmenbedingungen bleibt eines gleich: Kindheit in Bornheim ist eng mit dem Dorf verbunden. Gemeinschaft, Spiel, Bewegung und gemeinsame Aktivitäten prägen das Aufwachsen bis heute – in neuen Formen und mit vielfältigen Möglichkeiten.