Weg der Geschichte Bornheims

Bornheimer Lebensart - 1050 Jahre Feste feiern
Die Bornheimer mit ihrem großen Gemeinschaftssinn haben es schon immer verstanden, gemeinsam Feste zu feiern. Waren es ursprünglich die Schlachtfeste und Kirchweihen, die jährlich ausgiebig gefeiert wurden, kamen im Lauf der Jahre immer mehr Gelegenheiten dazu, die man zusammen ausgiebig feiern konnte.
Historisch überliefert sind in der Pfalz fastnachtliche Bräuche mit Maskenumzügen, welche auf das 14. bis 15. Jahrhundert zurückgehen. Dabei handelte es sich primär um den Beginn der strengen 40-tägigen Fastenzeit. Die moderne Fastnacht entstand erst nach den Napoleonischen Kriegen.
Die Bornemer Fasnacht ist eng mit dem Verein Freundeskreis „Die Wachthäusler“ e.V. verbunden, der seit Ende der 1990er Jahre regelmäßig mit anderen Ortsvereinen zur „Bornemer Fasenacht“ ins Dorfgemeinschaftshaus einlädt.
Im Frühjahr und im Herbst wurde geschlachtet und die Bornheimer feierten dieses Schlachtfest ausgiebig bei „Weck, Worscht und Woi“ (Bild: Schlachtfest bei Familie Reible). Das traditionelle Erntedankfest wird immer Anfang Oktober gefeiert. Bei diesem kirchlichen Fest wird schon seit Jahrhunderten der erfolgreichen Ernte gedankt. Die Bornemer Weinkerwe ist ein weiterer Höhepunkt im umfangreichen Feierkalender. Vier Tage lang, von Freitag bis Montag, wird ausgiebig gefeiert. Seit 1997 wird als Abschluss ein hochklassiges Radrennen, das „Kerwerennen rund um den Saubrunnen“ ausgetragen.
Weitere Anlässe zum Feiern sind in den letzten Jahren dazugekommen, wie das Hexennachtturnier des Boule Clubs „Nooh draa“ und der Storchencup der Handballerinnen des SV Bornheim. Auch beim Flohmarkt der Tierinsel trifft man sich zu schmackhaftem Essen und leckerem Kuchen.

Ein Fest, das es leider nicht mehr gibt, ist das Saubrunnenfest. Von 1989 bis 2014 wurde immer eine Woche nach Pfingsten rund um den Saubrunnen gefeiert (Bild: Das Saubrunnenfest in seinen besten Zeiten 1994). Mit 100 Freischoppen aus der Wutz gezäppelt wurde das Fest eröffnet. Eigens hierfür hatte man beim Bau der Brunnenanlage von der Sau mit dem Fässlein auf dem Rücken eine Weinleitung in einen Schacht unter den Brunnen gelegt. Zur Verköstigung der Gäste gab es an drei Tagen jeweils eine Sau, welche auf einem eigens gebauten Grill, mit Rebholz befeuert, gegrillt wurde. Die Helfer mussten hierfür mitten in der Nacht ab 2.00 Uhr den Grill befeuern und die Sau aufstecken und drehen, damit sie um die Mittagszeit fertig war. Viele Vereine waren beteiligt, damit das Fest zustande kam. Dies zeigt, Gemeinschaft kommt nicht von ungefähr, wer feste arbeitet, darf auch gerne feste feiern.