Weg der Geschichte Bornheims

Leben in Bornheim - Menschen und Geschichten
Die Geschichte Bornheims wurde nicht nur durch Ereignisse, sondern vor allem durch seine Bewohner geprägt. Über Jahrhunderte war das Leben im Dorf stark landwirtschaftlich bestimmt. Der Alltag war von Jahreszeiten, Erntezeiten und kirchlichen Festen strukturiert. Arbeit und Gemeinschaft gingen dabei Hand in Hand.

Die Chronik schildert, dass das Leben bis ins 20. Jahrhundert hinein einfach und arbeitsreich war. Wasser wurde aus Brunnen geschöpft, geheizt wurde mit Holz oder Kohle, und viele Wege wurden zu Fuß oder mit dem Fuhrwerk zurückgelegt. Kinder halfen früh im Haushalt oder auf dem Feld mit. Gleichzeitig prägten Feste, Kerwe, Vereinsleben und Nachbarschaftshilfe das soziale Miteinander. Wer baute oder erntete, konnte auf Unterstützung zählen – Gemeinschaft war Überlebensgrundlage (Bild: Das Korn wird in die Scheune gebracht, um 1943).
Bereits im 18. Jahrhundert vertrat der Bornheimer Georg Wagner als Mitglied des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents politische Reformideen.
Ein Name, der untrennbar mit der kommunalen Entwicklung verbunden ist, ist Erhard Groß. Als langjähriger Ortsbürgermeister prägte er die frühen 1960er Jahre und die Phase des strukturellen Wandels maßgeblich. In seine Amtszeit fallen wichtige infrastrukturelle Maßnahmen und die Weiterentwicklung Bornheims zur modernen Wohngemeinde. Sein Wirken steht für Kontinuität und Aufbauarbeit in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen.
Bürgermeister Dieter Hörner verband kommunale Verantwortung auch mit Naturschutz: Als Mitinitiator der Storchenwiederansiedlung und Vorsitzender der „Aktion PfalzStorch“ trug er dazu bei, Bornheim überregional bekannt zu machen.
Wirtschaftlich steht die Familie Hornbach für unternehmerischen Mut. Mit dem ersten kombinierten Bau- und Gartenmarkt in Bornheim entstand ein Unternehmen, das internationale Bedeutung erlangte – mit festen Wurzeln im Ort.
Die Geschichte Bornheims zeigt: Das Dorfleben war stets von Arbeit, Zusammenhalt und Verantwortung geprägt – und von Persönlichkeiten, die aus dieser Gemeinschaft heraus wirkten und sie weiterentwickelten.